Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt
Eineinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der Landeswahlausschuss das endgültige amtliche Ergebnis festgestellt und die bereits bekannten Zahlen bestätigt.
Die AfD liegt mit 38,2 Prozent vor der SPD mit 35,5 Prozent, wie die Wahlleitung am 30.09.2026 in Schwerin mitteilte.
In den Landtag schafften es weiterhin die Linke mit 6,5 Prozent und die Grünen mit 5,7 Prozent.
Die Wahlbeteiligung lag knapp unter 80 Prozent und war damit fast zehn Prozentpunkte höher als bei der Landtagswahl 2021.
Die CDU scheidet mit 4,9 Prozent aus dem Parlament aus.
Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass die Partei bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.
Auch die FDP verpasste mit 1,0 Prozent den Wiedereinzug.
Das BSW verfehlte den erstmaligen Sprung in den Landtag mit 4,8 Prozent.
Die AfD bekommt damit im neuen Landtag 32 Sitze, die SPD erhält 29 Mandate.
Jeweils fünf Sitze gehen an die Linke und die Grünen.
Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und SPD-Landesvorsitzende Manuela Schwesig hat angekündigt, ein Dreierbündnis aus SPD, Linke und Grünen anzustreben.
Dies wäre die einzige Option, um ohne die AfD eine stabile Mehrheit im Schweriner Landtag zu erreichen.
Die SPD führt derzeit erste Gespräche mit der Linken und den Grünen über eine Regierungsbildung.